KREFELDER SEGLER-VEREINIGUNG 33 e.V.

Mitglied Des Deutschen Segler-Verbandes
Stützpunkt Der KA
Mitglied Nr. 008 Im Seglerverband NW

Unsere Sommerreise 2009 von Krefeld zur Ostsee und zurück

Am Freitag den 15.05.2009 um 8,35 Uhr legten wir bei bewölktem Himmel am Steg der KSVg ab um unsere Reise anzutreten. Mit gelegten Masten geht die Fahrt zu Tal bis Duisburg – Ruhrschleuse. Vor der Ruhrschleuse müssen wir einige Zeit warten. Dies lockt die Wasserschutzpolizei an, die unsere Sicherheitsausrüstung und Gasanlage in Augenschein nahm. Nach Anbringen der Prüfplakette verabschiedet sich die WSP und wir können kurz danach in die Schleuse einlaufen. Es geht in den Rhein-Herne-Kanal, Dortmund-Ems-Kanal, bei Bergeshövede in den Mittellandkanal, Elbe-Seiten-Kanal, elbaufwärts bis Lauenburg und dort in den Elbe-Lübeck-Kanal bis Lübeck. Bis hier waren 15 Schleusen und 1 Schiffshebewerk zu bewältigen.
Am 21.05.2009 18,45 Uhr machen wir beim Segelverein Trave an der Herreninsel fest. Dort setzten wir die Masten, schlugen die Segel an und sind wieder eine Segelyacht.
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MOPERA unter Vollzeug

Der erste Törn ging über Travemünde an der Insel Poel vorbei in den Westhafen von Wismar. Eingeplant hatten wir für Wismar 3 Tage für einkaufen, waschen etc. Durch Starkwind und Sturm wurden es aber 7 Tage. Aber Wismar ist sehenswert und nicht langweilig. Unsere Fahrräder brachten uns überall hin.
Bei schwachen Winden aus Richtung NE – N geht es am 01.06.2009 in Richtung Kühlungsborn. Da der Wind nach 1 Stunde einschläft, motoren wir weiter bis Warnemünde und machten um 17,15 Uhr im Hafen „Hohe Düne“ fest. In Warnemünde hält uns die Wetterlage 3 Tage fest. Wir fahren 1 Tag mit dem Zug nach Rostock. Am 04.06.2009 geht es bei starken SW Winden bis Barhöft, da der Hafen Darser Ort versandet ist und nicht angelaufen werden kann. Deshalb ist der Schlag ca. 50 sm . Bei dem schlechten Wetter ein langer Schlag.
Da der Hafen Barhöft überfüllt ist gehen wir auf der Sportbootreede vor Anker. Inzwischen ist der Wind auf 6-7 Bf. angestiegen, ein Gewitter ist aufgezogen und es regnet sehr stark. Wir sind froh als der Anker gefallen ist, denn auf ihn können wir uns verlassen und beruhigt unter Deck gehen. Bei diesigem regnerischem Wetter geht es am nächsten Tag nach Vitte auf der Insel Hiddensee. Zwischendurch haben wir unseren Entschluss des Öfteren bereut, da der Wind jetzt von vorne, schlechte Sicht und Regenschauern dazu kamen. In der Fahrrinne kamen uns zu allem Übel auch noch 2 Fähren entgegen, die sich genau in unserer Höhe kreuzten Beim Einlaufen in den Hafen Vitte legte der Wind Gott sei Dank eine kleine Pause ein, sodass wir ohne fremde Hilfe gut in der Box festmachen konnten. Bedingt durch die Wetterlage blieben wir 3 Tage und nutzten die Gelegenheit, den Leuchtturm auf dem Dornbusch zu erklimmen. Der beschwerliche Aufstieg wurde belohnt durch einen tollen Rundblick trotz Starkwind. Der nächste Schlag war kürzer, bis Stralsund in den Stadthafen. Wir besichtigten dort das Ozeanum. Weiter ging es durch den Strelasund nach Lauterbach auf Rügen. Auf dieser Strecke erreichte die MOPERA die bisher höchste Geschwindigkeit von 8 kn. Unter Segel. Dort auch wieder wetterbedingt 4 Hafentage, waschen und einige Fahrradtouren wurden unternommen. Von dort in die Peene und festgemacht wurde in Kröslin. Die Peene runter über Wolgast, Lassan, Anklam und Ueckermünde. In Anklam und Ueckermünde lagen wir inmitten von blühenden Seerosen. Super. In Lassan stellten wir fest, dass unser Echolot nicht mehr richtig anzeigt, denn wir hingen voll auf Schitt und unser Echolot zeigte noch über 2 m Wassertiefe an. Deshalb telefonierten wir mit der Marina Kröslin um einen Krantermin für die Reparatur zu erhalten. Es dauerte aber einige Tage. Deshalb blieben wir in Ueckermünde und sahen uns mit den Fahrrädern die Gegend an. Auch fuhren wir mit einem Ausflugsschiff nach Swinemünde. Der Yachthafen entspricht zwar nicht unserem Standard, man kann aber ganz gut dort liegen. Das Hafenbecken und die Gebäude stammen noch aus Kaisers Zeiten. Sie wirken sehr heruntergekommen, aber es scheint sich was zu tun. Es geht dann die gleiche Strecke wieder zurück über Wolgast nach Kröslin. Nach Kontrolle durch den Handwerker müssen wir wirklich in den Kran. An dem Tag haben wir 6 – 7 Windstärken und strömenden Regen. Wir müssen mit dem Schiff rückwärts in den Kran fahren. Deshalb brauchen wir die Masten nicht zu legen. Dort werden wir an Land gesetzt damit der Geber des Echolotes ausgetauscht werden kann. Nach erfolgter Reparatur und einigen Probeschlägen geht es bei besserem Wetter nach Port Gager auf Rügen. Dort befindet sich die größte Lachsmanufaktur Rügens. Wir haben einige Fahrradtouren, bis an die Südspitze von Rügen, unternommen. Die Gegend hat uns sehr gut gefallen. Aber 3 Tage Gager reichten uns. Die Segel wurden gesetzt und es ging nach Greifswald. Greifswald ist eine sehr offene, schöne Hanse- und Universitätsstadt. Zurück ging es durch den Greifswalder Bodden in den Strelasund an Stralsund vorbei auf unseren Ankerplatz Barhöft. Den nächsten Vormittag mussten wir warten bis sich der Nebel lichtete. Bei schlechter bis mittlerer Sicht ging es durch den Barther Bodden bis nach Barth. Hartmuts Cousin hat dort seinen festen Liegeplatz und erwartete uns schon. Wetterbedingt bleiben wir 6 Tage dort. Die Zeit nutzten wir um mit dem Auto Fischland und den Darß zu erkunden. Die Bodden sind das Reich der Zeesenboote, da sie einen geringen Tiefgang haben.

Zeesenboote

Am 11.07.2009 ging es zurück: Ankerplatz Barhöft, Warnemünde, Kühlungsborn, Wismar. Dort wurde wieder Diesel gebunkert. Von Wismar ging es nach Timmendorf auf der Insel Poel. Der Wellenschlag ging voll in den Hafen, sodass wir ihn sofort verließen und nach Boltenhagen fuhren. Von dort ging es über Burgtiefe (Fehmann) zu dem Fischerfest in Heiligenhafen. Die Fischertage hielten uns 6 Tage fest. Bei 3 – 4 Bf. segelten wir nach Laboe und machten in der Baltic Marina fest. Es ging weiter über die Kieler Bucht bis Sonderborg in Dänemark.Nun waren wir in der dänischen Südsee. Am nächsten Tag ging es durch den Alssund in die Dyvik vor Anker. Unterwegs hatten wir bei Böen von 8 schwer einen auf die Mütze bekommen. Bei W 5 segelten wir nach Assens, weiter Föns Vig (vor Anker), Fredericia, zurück Middelfahrt, Dyvig (vor Anker), Alssund, Sonderborg, in die Flensburger Förde nach Langballigau, Flensburg. Flensburg ist eine alte Hansestadt und bekannt für die Rumregatta und die Strafpunkte der Verkehrsteilnehmer. Um Flensburg richtig erleben zu können, blieben wir dort 3 Tage. Bei bewölktem Wetter ging es zur Marina Minde, nach Langballigau und in die Dyvig. Dort kam unser Sohn Ralf mit den 2 kleinen Enkelkindern uns für 1 Woche besuchen. Unser Beiboot war für die Kleinen ein sehr interessantes Fortbewegungsmittel. Nachdem Ralf mit den Kleinen abgereist war, machten wir noch einen Abstecher nach Aabenraa, Fynshav, Söby auf Ärö, Bagenkop auf Langeland und ein langer Schlag nach Heiligenhafen. Von dort ging es zum SV Trave. Hier wurden die Masten gelegt und alles fertig gemacht für die Kanalfahrt an den Rhein. Am 10.09.2009 kamen wir wieder wohlbehalten in Krefeld an. Trotz der vielen Hafentage bedingt durch schlechtes Wetter mit viel Wind hatten wir sehr viele neue Eindrücke an Land gewonnen. So viele Fahrradtouren haben wir zu Hause nicht gemacht.

Kanalfahrt hin und zurück: 1160 km
Auf der Ostsee: 941 sm

Monika und Hartmut Böde von der MOPERA