KREFELDER SEGLER-VEREINIGUNG 33 e.V.
Mitglied Des Deutschen Segler-Verbandes
Stützpunkt Der KA
Mitglied Nr. 008 Im Seglerverband NW

Heute haben Segelyachten Einzelkabinen, einen Salon mit Heizung, eine Küche und
sanitäre Anlagen. "Das war früher, als die Sportsegelei in den 1920ern begann,
anders", sagt Heinz Zimmermann, Vorstandsmitglied der Krefelder Seglervereinigung.
Um zu diesen Wurzeln zurückzukehren, zu erfahren, wie die Großväter einst
segelten, unternahmen sechs Mitglieder des Vereins nun eine ungewöhnliche Reise.
Dr. Andreas Haferbengs und Josef Öhliger, Oliver Tünnißen und Frank Alexander
sowie Hilmar Bockhacker und Karl Schulz transportierten ihre Jollen „Pardon“, „Seefalke“
und „ Animinimo“ mit Trailern nach Rheinau nahe Worms und segelten in sechs Tagen stromabwärts in den Heimathafen
am Wendebecken. „Ein so weiter Törn über mehrere Tage auf den Jollen bleibt
unvergesslich“, sagt Haferbengs. Die Schiffe sind sechs Meter lang und knapp
zwei Meter breit. Am fünfeinhalb Meter hohen Mast wölben sich das Vorsegel und
hinten das Großsegel. Jede Jolle ist mit einem 3-PS-Außenborfer ausgerüstet, um
bei Havarien nicht unbeweglich zu sein.
Täglich legten die Männer in rund acht Stunden um die 80 Kilometer zurück. Das
Leben spielte sich vorwiegend an Bord ab. Kabinen gibt es nicht. Geschlafen wurde unter der Persenning. „ Die
Körperpflege beschränkte sich meist aufs Zähneputzen“ erzählt Schulz
schmunzelnd, aber das musste sein, denn schließlich ist Andreas Haferbengs Zahnarzt“. Warme Mahlzeiten wurden auf
dem Spirituosenkocher zubereitet.
Von Land und Leuten habe man nicht viel gesehen, aber Erfahrungen mit dem Rhein und dem Wetter gemacht: vom starken
Sonnenschein bis zum Dauerregen. "Das schweißt zusammen" sagt Andreas Haferbengs.
-entnommen: Rheinische Post- (enne)
